Regula Bücheler

Fotografie © privat

Regula Bücheler ist 1958 geboren, in Zürich, wo sie die Schulen und das Geografiestudium absolvierte. Als Kind verbrachte sie die Ferien in der Surselva, lernte Sursilvan und wurde mit der Berglandschaft vertraut. Nach dem Studium entschied sie sich, in den Bergen leben zu wollen, was dank verschiedenen Arbeitsstellen in der Val Calanca, in Maloja und später in Ftan am HIF auch möglich war. In Maloja war Regula während zwölf Jahren im Leitungsteam von Salecina, dem besonderen Ferien- und Bildungszentrum. Erfahrungen als Lehrerin und Umweltpädagogin sammelte sie während fünfzehnjähriger Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Graubünden. Seit 2001 lebt sie in Ardez und in Brail mit ihrem Partner Romedi Reinalter.

Welche drei eingewanderte Wörter verwenden Sie selbst häufig - oder finden Sie einfach hip?

  • Gletscher (Rätoromanisch). Ihr extrem schneller Schwund erschreckt mich und macht mir die Folgen der menschgemachten Klimaerwärmung deutlich bewusst. Was wird sein, wenn sie nicht mehr sind?
  • Loipe (Norwegisch). Ich liebe das Langlaufen. Das Engadin ist ein Loipenparadies.
  • Grenze (Polnisch). Immer wieder frage ich mich, welche Grenzen wir brauchen. Für kulturellen und humanitären Austausch sollen sie immer offen sein.

Berg oder Tal. Was ist Ihnen wichtiger?
Beide Landschaftsformen sind gleich wichtig, sie gehören engstens zusammen. Für mich gleich wichtig.

Was war das Anspruchsvollste bei diesem Buchprojekt?
Mich thematisch einzugrenzen, weil mich vieles interessiert, Naturwissenschaftliches, Kulturelles, Politisches, Historisches, persönliche Geschichten.

Worin sind Sie am geschicktesten?
Im Visualisieren von naturkundlichen Gegebenheiten mit einfachen Mitteln, für Kinder und für Erwachsene.

Welche eine Sache würden Sie gerne an sich ändern?
Ich würde gerne mehr Geduld haben.

Ihr Lieblingsbaum?
L’alosser / die Traubenkirsche

Ihr aktuelles Lieblingsbuch?
archiv von Asa Stine Hendry

Welches Lied haben Sie zuletzt gehört?
Bewusst gehört . . . die ungarische Nationalhymne, bei der Bekanntgabe des Resultats der ungarischen Wahlen am 12. April. Gegen Mitternacht hatte ich mir noch online Medien angeschaut.

Was fehlt nie im Rucksack?
Die Apotheke.

Was fasziniert sie am meisten in der Engiadina Bassa?
Die geologische Vielfalt und damit zusammenhängend die landschaftlich unterschiedlichen Prägungen und die relativ hohe Biodiversität. Und auch - kulturell - die Lebendigkeit des Vallader.

Welche Bergtour machen Sie mehrmals im Jahr?
Die Wanderung in die Val Punt Ota, ab und zu auf den Piz Punt Ota.

Wo findet man die üppigsten Magerwiesen?
Die schönsten Magerwiesen finden wir … - das verraten wir Ihnen bei Ihrem nächsten Besuch in der libraria (Anmerkung Simone Nuber)